Fußball

Fußball wurde im KWS seit den 20er Jahren gespielt.

Unter anderem die SG Glaucha, SG Freiimfelde Halle, ZSG Union Halle, SV Turbine Halle, SC Chemie Halle Leuna, SC Chemie Halle spielten im KWS und bestimmten in der Nachkriegszeit bis Anfang der 60iger Jahre den Fußballsport im Osten Deutschlands maßgeblich mit. Die ZSG Union gewann beispielsweise 1949 vor 50.000 Zuschauern in Dresden das Endspiel um die 2. Ostzonenmeisterschaft. Turbine Halle wurde 1952 DDR-Fußballmeister.

Am 26. Januar 1966 wird mit dem HFC Chemie der 11. und damit vorerst letzte Fußballclub in der DDR gegründet.

Ab den 1960er Jahren wurde das Stadion weitgehend nur noch für Fußballspiele des größten halleschen Fußballclubs HFC Chemie genutzt, zu denen neben den normalen Meisterschaftsspielen auch Europapokalspiele gegen den PSV Eindhoven und Torpedo Moskau gehörten. Im Kurt-Wabbel-Stadion wurden 1949, 1968 und 1971 die Endspiele um den FDGB-Pokal ausgetragen.

Die Fußballnationalmannschaft der DDR trug von 1975 bis 1988 fünf Länderspiele aus:

  • 28. Mai 1975: DDR vs. Polen 1:2
  • 4. Oktober 1978: DDR vs. Island 3:1
  • 19. November 1980: DDR vs. Ungarn 2:0
  • 13. November 1983 DDR vs. Schottland 2:1
  • 30. März 1988 DDR vs. Rumänien 3:3

Im Juni 1991 wird der Hallesche FC e. V. gegründet, der ab da Hauptnutzer des KWS ist.

Nach dem 4. Platz in der letzten NOFV-Meisterschaftsrunde gelingt 1991 der Aufstieg in die 2. Bundesliga und man qualifiziert sich zugleich für den UEFA-Cup. Nach gutem Start kann die Liga in der Folge aber nicht gehalten werden.

Es erfolgte der Abstieg in die Amateuroberliga. 1992 trifft man in der ersten DFB Pokal Hauptrunde auf Borussia Dortmund, verliert aber mit 1:4 klar.

Der direkte Wiederaufstieg wird in dieser Saison verfehlt. 1992/1994 wird zudem auch noch die Regionalliga verpasst. Viele Spieler haben darauf den Verein verlassen, der in der Folgezeit schweren Zeiten entgegen sieht und in den Folgejahren einen Neuanfang durchmacht. 1995 war insoweit mit dem Abstieg aus der Oberliga, mit nur 3 Punkten, der negative Höhepunkt. Danach ging es dann schrittweise wieder bergauf.

Unter anderem fand 1995 ein Freundschaftsspiel gegen Bayern München statt, welches nach 1:0 Führung noch mit 2:12 verloren ging. 1997 gelang der Wiederaufstieg in die Oberliga, aus der man jedoch gleich wieder Abstieg um dann 2000 erneut aufzusteigen. 2002 gewinnt man den Landespokal, verliert aber in der ersten DFB Pokalrunde gegen den SC Freiburg mit 1:3. 2007/2008 qualifiziert man sich für die neu eingeführte DFB Regionalliga als Staffelsieger. Gleichzeitig gewann man den Landespokal in Magdeburg. Im DFB Pokal verlor man allerdings gegen Hannover 96 mit 5:0. Der HFC hat sich inzwischen als Spitzenmannschaft in der Regionalliga etabliert und hofft dieses Jahr auf den Aufstieg in die 3. Liga.

Der HFC hat in seiner Vergangenheit mit Bernd Bransch (72), Klaus Urbanczyk (34), Werner Peter (9), Dariusz Wosz (7), Frank Pastor (7), Dieter Strozniak (6), Helmut Stein (2), Günther Imhof (2), Jens Adler (1), Erich Haase (1), Erhard Mosert (1), Horst Walter (1) 12 DDR Nationalspieler herrausgebracht. Die Anzahl der jeweiligen Länderspiele ist in Klammern beziffert. Dariusz Wosz absolvierte zudem 24 DFB Länderspiele.

Wer mehr zum Fußball und insbesondere den Halleschen FC wissen möchte, der kann auf www.hallescherfc.de näheres erfahren.